Alinghi Talentscout Camps - eine Erfolgsgeschichte

Vom 17. bis 21. Oktober wurde am Wasserstandort Ipsach des Bundesamtes für Sport das zweite Alinghi Talentscout Camp des Swiss Sailing Teams (SST) durchgeführt. Für das zweite Camp waren ausschliesslich Segelnde der 420er und 470er Boote bis und mit Jahrgang 1990 eingeladen. Das Talentscout Camp dient als Beurteilung zur Bennenung der Teams in den Talent Pool. Lea Rüegg (Opti) vom Swiss Sailing Team Bodensee wurde schon ins 1. Talentscout Camp eingeladen und hat dieses absolviert. Sie hat die Trainer gelobt, ist gut gesegelt und wartet nun gespannt auf die Antwort von Swiss Sailing.

Für das zweite Camp für 470er und 420 wurden vom SSTB die Teams Julian Flessati/Tobias Rüdlinger, René Ott/Stephan Ammann sowie Livia Naef/Lara Heuberger zum talent scout camp eingeladen.

Nachfolgend noch die Berichte von Tobias Rüdlinger und René Ott.

Team Flessati/Rüdlinger

Am frühen Samstagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Ipsach um dort am Talent Scout Camp teilzunehmen. Insgesamt waren wir zwei 470er, beide vom Bodensee, und vier 420er. Als Trainer war Matias Buehler dabei. Eigentlich hätte auch noch Tom Reulein und Nicolas Novara kommen sollen, aber beide waren krank. Marco Brunner war als Organisator auch dabei. Am Samstag hatte es leider keinen Wind deshalb starteten wir das Camp mit sehr spannenden Theorielektionen, und spielten zum Abschluss noch eine Partie Fussball. Danach bezogen wir unsere Herberge und genossen ein gutes Nachtessen. In den nächsten Morgen starteten wir mit einer Sportstunde und nahmen danach das Frühstück zu uns. Schon am Morgen sah man, dass es Wind hat, darum beeilten wir uns, um möglichst früh auf dem Wasser zu sein. An diesem Abend war schon Zeit um Von drei Booten abschiede zu nehmen. Jetzt waren wir nur noch ein 470er und zwei 420er, die anderen mussten aus verschiedenen Gründen nachhause reisen. Wir aber hatten noch zwei Tage vor uns, in denen der Trainingsablauf sehr ähnlich war. Da wir erst vor kurzem auf dem 470er umgestiegen sind, konnten wir sehr vieles von Matias lernen, da er selbst auch 470er segelt und auch schon mehrere Olympiakampanien gesegelt hat. Er gab uns sehr viele Tipps und zeigte uns viel Neues, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Am Dienstagnachmittag fuhren wir nach vier sehr schönen und lehrreichen Tagen ab, und direkt weiter an den Gardasee um noch einmal ein bisschen Sommer zu haben, bevor die kalte Wintersaison beginnt.  Tobias Rüdlinger

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Team Ott/Ammann

Stephan Ammann und ich wurden von der Swiss Sailing Team zum Talentpool eingeladen. Vorgesehen waren vier Trainingstage, von denen wir jedoch nur an zwei Tagen teilnehmen konnten. Dies vor allem deshalb, weil für die zwei restlichen Tage schlicht keine Ferien zur Verfügung standen, da wir bereits alle Ferientage wegen unserem Saisonprogramm aufgebraucht hatten. Im Nachhinein können wir jedoch sagen, dass es sich auch für „nur“ ein Wochenende gelohnt hatte. Es wäre anders geplant gewesen, doch schlussendlich war wegen Krankheitsausfällen nur Matthias Bühler als Trainer vor Ort. Von „nur“ konnte trotzdem nicht die Rede sein. Matthias Bühler überzeugte als Coach auf voller Linie, auch als es am Samstag keinen Wind hatte, und wir somit ausschliesslich Theorie durchnahmen. Doch nichts von trockener Theorie. Spannend und lehrreich war sie. Während man alte Tatsachen wieder neu in Erinnerung rief, bekam man auch neue interessante Tipps von einem echten 470er Experten zu hören. Am Sonntag wurden wir doch noch mit Wind belohnt, welchen wir auch sogleich ausnützten. Die Übungen drehten sich vor allem um das Boatshandling, vermischt mit ein wenig Strategie. Da viele Teams, wie wir bereits am Sonntag nach Hause fuhren, wurde das Training früher beendet, so dass alle ein gutes Feedback erhalten konnten.

Alles in allem war es schade, dass wir nur zwei Tage lang dabei sein konnten, auch wenn wir in diesen Tagen viel gelernt hatten. Extra zu erwähnen gilt es noch die super Unterstützung durch das Swiss Sailing Team, welches uns rundum versorgte, aber auch förderte.   René Ott