, Kowalewsky Elsa

29er - Europameisterschaft am Lake Lipno

Flaute, warten, Flaute – und wenn dann endlich Wind kam, drehte er schon wieder!

Am Donnerstag, dem 30. Juli, machten wir uns mit zwei Autos auf den Weg nach Lipno, wo wir am späten Nachmittag ankamen. Nach der langen Fahrt bezogen wir unsere Unterkunft und bereiteten uns auf die kommenden Tage vor.

Am Freitag luden wir die Boote ab und machten sie für das bevorstehende Messen bereit. Am späten Nachmittag trafen dann auch die Zürcher ein. Gemeinsam mit Elsa, Lina, Téo und Loïc nutzten wir die Zeit für die ersten Trainingseinheiten und konnten uns bereits mit den Bedingungen auf dem See vertraut machen.

Am Samstagmorgen stand zunächst die Einschreibung auf dem Programm. Anschliessend machten wir uns bereit, aufs Wasser zu gehen. Während einer rund dreistündigen Trainingseinheit konzentrierten wir uns vor allem auf die Starts. Dabei konnten wir verschiedene Situationen ausprobieren und uns gezielt auf die bevorstehenden Wettfahrten vorbereiten.

Am Sonntag herrschten bei schönem Wetter gute Segelbedingungen. Bei 7–14 Knoten Wind gingen wir aufs Wasser und absolvierten mehrere Trainingsrennen. So konnten wir nochmals intensiv an unserer Taktik, den Starts und der Zusammenarbeit im Team arbeiten und gingen mit einem guten Gefühl in den eigentlichen Wettkampf.

Am Montag begann dann endlich die Europameisterschaft. Das Wetter zeigte sich allerdings von seiner schlechten Seite. Wegen der schwierigen Bedingungen konnten wir den ganzen Tag nicht aufs Wasser gehen, sodass kein einziges Rennen gesegelt werden konnte.

Am zweiten Regattatag konnten wir zwar aufs Wasser, doch auch an diesem Tag wollte es nicht richtig klappen. Wir starteten zwar ein Rennen, dieses musste jedoch abgebrochen werden. Damit hatten wir nach zwei Regattatagen noch immer kein gültiges Rennen im Klassement.

Am dritten Tag konnten wir dann endlich eine vollständige Wettfahrt segeln. Die rote Flotte schaffte sogar zwei Rennen. Nach dem langen Warten war es schön, endlich richtig in die Europameisterschaft einzusteigen und sich mit den vielen Teams aus verschiedenen Ländern messen zu können.

Auch am vierten Tag war wieder viel Geduld gefragt. Wir gingen zwar einmal aufs Wasser, doch die Windbedingungen waren erneut schwierig und unbeständig. Am Ende konnte auch an diesem Tag kein gültiges Rennen durchgeführt werden.

Am fünften Regattatag konnten wir dann endlich mehrere Rennen segeln. Allerdings machten uns sehr leichte und stark drehende Winde das Segeln nicht einfach. Es kam darauf an, die Winddreher richtig zu erkennen, möglichst schnell zu reagieren und auf dem Kurs die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nach diesem Tag hatten wir immerhin drei gültige Rennen im Klassement.

Am letzten Tag konnten wir bei erneut sehr wenig Wind noch eine weitere Wettfahrt absolvieren. Damit kamen wir schliesslich auf insgesamt vier gültige Rennen – deutlich weniger, als man sich zu Beginn einer Europameisterschaft erhofft hatte. Gerade deshalb waren die einzelnen Rennen besonders wichtig und jeder gute Lauf zählte.

Am Ende beendeten Téo und Loïc die Europameisterschaft auf dem 39. Platz von 181 Teams. Elsa und Lina erreichten den 49. Platz von 181 Teams. Trotz der schwierigen und wechselhaften Wetterbedingungen war es eine spannende und lehrreiche Woche am Lake Lipno. Besonders die vielen Wartezeiten stellten eine Herausforderung dar, gleichzeitig konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln und eine tolle Zeit gemeinsam mit dem Zürcher Team und Segler:Innen aus ganz Europa verbringen.

 

Elsa