, Lars Keller

Ilca - Euro Cup Riva

Das SSTB ILCA Team war in Riva del Garda am Eurocup mit Lars, Lukas Moser, Bigna Mäder und Eirini am Start – die erste Qualifikationsregatta für die ISAF Youth Worlds.

Das SSTB ILCA Team war in Riva del Garda am Eurocup mit einer starken Gruppe am Start: Lars, Lukas Moser, Bigna Mäder und Eirini Pegiazoglou. Für Lars war es zudem die erste von zwei wichtigen Qualifikationsstationen für die ISAF Youth Worlds.

Während Bigna im ILCA 4 und Eirini im Ilca 6, lag der Fokus bei Lars im ILCA 6 vor allem auf der persönlichen Mission: der Qualifikation für die Youth Worlds. Dort dürfen pro Nation jeweils das beste Mädchen und der beste Junge aus den olympischen Jugendklassen starten. Für Lars bedeutete das ganz konkret, dass er über beide Selektionsregatten hinweg der bestplatzierte Schweizer ILCA-6 Segler sein muss.

Der Einstieg in die Regatta hätte kaum besser laufen können. Am ersten Tag herrschten perfekte Bedingungen mit rund 15 Knoten Ora, sodass zwei Läufe ohne Verzögerung gesegelt wurden. Lars erwischte einen starken Start: Rang 7 im ersten und Rang 3 im zweiten Lauf – ein Auftakt, der sofort zeigte, dass er vorne mitmischen kann.

Auch am zweiten Tag konnte er zunächst anknüpfen und segelte im ersten Lauf auf einen soliden 4. Platz. Im zweiten Lauf jedoch kam der Rückschlag: eine einzige falsche Entscheidung an der ersten Downwind-Boje warf ihn vom 10. auf den 19. Platz zurück. Nach den ersten beiden Tagen lag er damit auf Gesamtrang 20 – nur knapp hinter dem besten Schweizer, aber mit einem kleinen Punkteabstand.

Mit dem Einzug in die Goldfleet änderte sich das Niveau noch einmal deutlich. Nun segelte er nur noch gegen die besten 65 der Regatta. Der erste Tag dort begann erneut stark: wechselnde 12 Knoten, anspruchsvolle Bedingungen und ein klarer Fokus auf Konstanz. Mit einem 14. und einem 20. Platz konnte er sich stabil im Feld halten und gleichzeitig den Abstand zum nächsten Schweizer leicht vergrößern.

Am entscheidenden letzten Tag wurde es dann richtig intensiv. Ein erster Lauf auf Platz 5 zeigte erneut sein Potenzial, bis eine überraschende Winddrehung unter dem Monte Tombea das Feld komplett durcheinanderwirbelte. Innerhalb weniger Minuten fiel Lars vom 5. auf den 30. Platz zurück. Doch er kämpfte sich im Rennen stark zurück und beendete den Lauf noch auf Rang 21.

Vor dem letzten Lauf erhielt er erstmals bewusst Einblick in die interne Situation der Schweizer Konkurrenz. Seine Coachin Lourdes machte klar:

„You are first Swiss with just two points to the next guy one place behind you.“

Für Lars war sofort klar, dass nun jeder Punkt entscheidend ist. Dank seiner Konstanz und einem starken Streicher hatte er einen strategischen Vorteil gegenüber seinem direkten Konkurrenten. Im letzten Rennen ging es deshalb nicht nur um eine gute Platzierung, sondern vor allem darum, den direkten Schweizer Rivalen hinter sich zu halten. Genau das gelang: Während er selbst auf Platz 30 ins Ziel kam, rutschte sein Konkurrent auf Rang 61 zurück.

Am Ende bedeutete das Gesamtrang 16 von knapp 200 Startern und damit die Position als bester Schweizer ILCA 6 Segler in diesem Event.

Die Erleichterung war entsprechend groß – besonders, weil sich das intensive Wintertraining sichtbar ausgezahlt hatte. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne: auf die EM in Thessaloniki, die WM in Aarhus und die zweite Qualifikationsregatta im Herbst in Medulin, wo Lars mit einem komfortablen Vorsprung starten wird.