ILCA 6 Youth Europeans – Thessaloniki
Am 10. Juli begann die ILCA 6 Youth Europameisterschaft in Thessaloniki. Zuerst standen drei Tage Qualifikationsserie auf dem Programm, bevor es für die letzten drei Tage in die Finalserie ging. Mein Ziel war klar: die Top 15 % beziehungsweise die Top 33 zu erreichen. Damit hätte ich einen grossen Schritt Richtung Youth Team für die nächste Saison gemacht.
Vor dem eigentlichen Regattastart fanden während zwei Tagen die Vermessung des Materials statt. Dabei wurden unsere Rümpfe, Segel, Riggs, Schwerter, Ruder sowie sämtliche Systeme vermessen und kontrolliert.
Dann ging es endlich los. Am ersten Regattatag herrschten 8 Knoten Nordwestwind mit vielen Winddrehern. Der Tag verlief nicht wie geplant. Nach zwei schlechten Starts ging es hauptsächlich darum, sich durchs Feld nach vorne zu kämpfen, anstatt von Beginn an vorne mitzufahren. Mit einem 18. und einem 15. Platz in Gruppen von je 55 Booten war das Resultat trotzdem noch ordentlich.
Auch der zweite Tag war von schwierigen Bedingungen geprägt. Die Resultate waren ähnlich und entsprachen nicht meinen Erwartungen.
Am dritten und letzten Qualifikationstag fiel die Entscheidung darüber, in welchem Fleet ich die Finalserie segeln würde. Das Ziel war ganz klar das Gold Fleet. Ich wusste: Heute muss es funktionieren. Geplant waren drei Läufe, also war noch alles möglich. Mit den Plätzen 3, 7 und 15 gelang mir genau das, was ich mir vorgenommen hatte. Ich qualifizierte mich für das Gold Fleet und hatte mit einem 27. Platz als Streicher eine solide Ausgangslage für die Finals.
Am vierten Regattatag begann die Finalserie. Die Bedingungen waren an allen drei Finaltagen ähnlich: Im ersten Lauf segelten wir bei einer aufbauenden Seabreeze mit 8–10 Knoten, im zweiten Lauf bei rund 16 Knoten aus Südwest, wobei der Wind tendenziell immer nach links drehte.
In den Finals gelangen mir immer wieder sehr gute Starts oder starke Upwinds. Trotzdem schaffte ich es nicht, einen Lauf komplett sauber durchzusegeln. Oft war ich an der ersten Luvtonne unter den ersten fünf Booten. Doch auf diesem hohen Niveau kostet bereits der kleinste Fehler schnell zehn Plätze. Bis zum letzten Rennen war es deshalb ein ständiges Auf und Ab – gute Abschnitte wechselten sich mit weniger gelungenen Momenten ab. Es waren keine schlechten Läufe, aber ich wusste, dass ich nicht auf meinem höchsten Level segelte.
Am Ende belegte ich den 29. Platz von 215 Teilnehmern und wurde zweitbester Schweizer. Das Ziel ist erreicht – könnte man sagen. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre.
Zum Glück geht es bereits in drei Wochen nach Aarhus (DEN) an die ILCA 6 Youth World Championship. Dort möchte ich nochmals alles geben und vor allem auf meinem persönlichen höchsten Niveau segeln.
Lukas Moser belegt Platz 34 in der Emeraldflotte bei den Herren.
Marietta Mäder belegte den Platz 20 in der Silberflotte bei den Frauen.
Alle Resultate: https://2026-ilca6youth.eurilca-europeans.org/results/